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Seawolf Dominator Mai 2014

(Wie immer sind alle Bilder und das Video unten in einer Galerie zu finden. Im Text nur ein kleiner Auszug.)

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Sooo, nach „langer“ Pause ging es endlich mal wieder los, diesmal von Hurghada aus auf die Seawolf Dominator, ein Schiff welches von außen trotz der 36 m Länge einen kleinen Eindruck hinterlässt, innen aber sehr geräumig ist.

Der Flug funktionierte einwandfrei, zum Glück sind wir mit die erste Maschine morgens gewesen, da am Nachmittag am Flughafen Hurghada Militärübungen angesagt waren.

Motto dieser Tour :

stahlsteilwand

Die erste Nacht gut verbracht, ausgeschlafen aufgestanden und alle an Bord. Einige hatten etwas Pech von Hamburg aus, so dass die erst um 5 Uhr am Morgen eintrafen. Geschlafen haben die dann nicht mehr.

Als dann der Hafenmeister genug Bakshish (schreibt man das so ?) erhalten hatte, durften wir auch auslaufen und als Checkdive ging es nach Shaab el Erg.
Dort mit Delfinen – bei relativ schlechter Sicht – getaucht. Einige kleinere Probleme während des Checkdives aussortiert und alles war gut.
Am Nachmittag war dann die Giannas D zu betauchen, ein nettes Wrack, in welches man auch intensiv rein kann.
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Verzweigte Gänge, enge Passagen, teilweise stockduster teilweise mit schönen Lichtstrahlen von oben. Das war sehr sehr schön.

Den Nachttauchgang habe ich dann ausgelassen. Lars hingegen meinte einmal mit seiner linken Hand zu testen, wie viele Stachel eines Seeigels er mit einem Ruck aufnehmen kann. Somit hat mein Breitbandantibiotikum auch einen Abnehmer gefunden. Steffie habe ich noch vorher ihren Suunto auf volle Ladepower verholfen. Gut, dass ich alles mögliche an Ersatzteilen dabei habe 😉

Um 4.30 am Mittwoch dann aufgestanden, mit Vorfreude auf die Rosalie Moller, aber leider keine Chance. Zuviel Welle. 3 Ankerleinen sind gerissen und als wir dann 2 befestigt hatten kam auch noch kräftige Gegenströmung dazu, so dass wir unverrichteter Dinge wieder abrauschten. Es folgte ein …. naja, halt ein Tauchgang.
Die Dunraven am Nachmittag war wieder sehr schön und auch das Riff war nett anzusehen.
IMG_3742 IMG_3745IMG_3782 Silvia hatte noch eine schöne Schildkröte am Vormittag und musste sich dann aufregen, dass wir wieder mal einen Helden dabei haben, der meint, alles anfassen zu müssen. Tja,einige Supertaucher sind leider unbelehrbar.

Der Donnerstag ist dann wieder mit 5.00 Uhr Wecken angesagt. Jedoch was hat es gebracht das frühe Aufstehen ? NÜSCHT. Doch, stimmt nicht. Regen, Gewitter und Hagel in Ägypten. Auch mal was anderes. Aber wir lassen uns die gute Stimmung nicht versauen und Petrus hat ein Erbarmen und schickt uns eine Stunde später eine spiegelglatte See mit blauem Himmel.
Also ab ins Wasser.
Ein sehr schöner Tauchgang am Gordon Reef – Straße von Tiran
IMG_3795 IMG_3793entschädigt für die schlechte Sicht der letzten Tage. Wundervolles Licht und ein toller Korallengarten zeigten uns die schönen Seiten vom Roten Meer.

Der zweite Tauchgang an diesem Tag war dann unweit des ersten und es ging auf Tiefe in einen Canyon. Hat mich ein wenig an Dahab erinnert. Wunderbar zu betauchen. Leider hatten die Jungs mir ein zu hohes Nitroxgemisch zubereitet, so dass bei 54 m definitiv für mich Ende war; aber das hat auch gereicht.
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Mit ein wenig Ruhe und 15 min. Sauerstoff ging dann auch das Kribbeln in den Fingerkuppen wieder schnell fort. Ich sollte definitiv mehr trinken.
Daher wurde dann auch aus Vorsicht nichts mit dem 3. Tauchgang am Thomson Riff.

Am Abend/In der Nacht ging es dann zur Überfahrt zu den Brothers, wo neue Abenteuer auf uns warteten.
IMG_3884Mit nur 4 Booten am Big Brother hatten wir Glück und so konnten wir uns in die Fluten stürzen. Erster TG war dann an der Numidia, wundervolles Licht und gute Bedingungen brachten einen tollen Tauchgang, die Sicht von großen Mast auf 52 m nach oben ist phänomenal. Auf dem Rückweg zeigte sich dann auch noch einer der scheuen, aber wunderschönen Fuchshaie genau über der Aida.
IMG_3865 IMG_3861 IMG_3867Mehrere Tauchgänge brachten endlich den Bruch meines Brassas-Fluch (Brassas, gem. Umgangssprachlich für Brothers). Hammerhai, Riffhai, alles da und ich habe sie auch sehen dürfen.

Der Besuch auf dem Leuchtturm war auch ein Highlight, welches ich das erste Mal erleben durfte. Tolle Aussicht von da oben.
IMG_3876 IMG_3880 IMG_3883 IMG_3889Am Little Brother wurde dann an einem weiteren Tag das Kapitel der beiden Brüder für diese Tour erfolgreich beendet, mit viel Sichtungen und schönen Dives.

IMG_3912 IMG_3935 IMG_3938 IMG_3939 IMG_3944 IMG_3958 Von dort ging es dann für 2 Tage nach Daedalus.

IMG_3999Ich hatte Silvia versprochen, Hammerhai und Manta zu sehen und konnte mein Versprechen halten.
Bei jedem Tauchgang hatten wir entweder die eleganten und wunderschönen Hammerhaie oder die schwerelos dahingleitenden geflügelten Riesenmantas. Dies könnt ihr dann im Video bestaunen und vielleicht nachvollziehen, warum diese Tiere so anmutig sind.

Einfach traumhaft. Neben Fuchshai, Schulen von großen Barrakudas und vielem mehr überraschte uns das Riff am 2. Tag mit 10 geankerten Booten.
IMG_3998Moni konnte uns aber durch lange Erfahrung sehr gut im Wasser platzieren, so dass wir so gut wie keine anderen Taucher um uns herum hatten.
Aber auch hier am Daedalus zeigten sich die Taucher des Verbandes, der das Tauchen anscheinend erfunden hat und für dessen Taucher einfach andere Regeln gelten, als für andere, wieder einmal von ihrer besten Seite. Wild im Riff wedelnd und ca 30 m von seinen Buddies entfernt meinte einer dieser Supertaucher, einige Muscheln einstecken zu müssen. Ein Wunder, dass er das Sarazenenmesser von der Wade nicht benutzt hat, um sonst noch was aus dem Riff zu entfernen.

Mein letzter Tauchgang am Daedalus war phänomenal. In jeglicher Hinsicht. Das Aneomenfeld, was wir betauchen wollten haben wir nicht gefunden. Nicht schlimm, da wir anstelle dessen dann mit einem Hammerhai und einem Manta interagieren konnten. Eine wundervolle Schule Barrakudas und diesen Schwarm blauer Füsiliere waren einfach tolle zu bestaunen.
IMG_4027 PICT0583Mein Versuch, den Kampf gegen die Gegenströmung unterm Boot aufzunehmen, um die rettende Ankerleine zu erreichen, gab ich aber nach 5 Min – gefühlte 20 min. – dann auf. Ich kam keinen cm. vorwärts.
Das Zodiac zog mich dann zum Boot zurück wo ich mich mit letzter Kraft an Bord hievte. Auf den letzten 40 m habe ich soviel Luft verbraucht, wie in der ganzen Stunde vorher beim Tauchen.

In einer Nachtfahrt ging es dann zum Elphinstone. Die Welle war relativ gnädig zu uns und so saß ich an Bord um 4.00 Uhr und schrieb nach 5 Tagen ohne Verbindung in die Aussenwelt diesen Bericht.
IMG_4037Wir hatten geankert, schaukelten vor uns hin und hofften noch auf einige gute und spannende Tauchgänge.

Diese Hoffnung wurde jedoch recht schnell wieder gekillt, da aufgrund des Wellenganges kein Einsteigen ins Zodiac, geschweige denn vom Boot aufs Boot möglich war. Also ging es erst einmal Richtung Abu Dabab.

Einentspannter Tauchgang, dem ein noch ruhigerer am Shaab Shoona folgte.

Als es dann an die Rückreise ging, begann die große Warterei. Erst im Divergenter, da um 12.00 Uhr schon bzw. erst ausgecheckt werden konnte. Vorher konnte nicht an Land gegangen werden, also einen vollen Tag mit Nichtstun an Bord. Warum ? Die Seawolf ankert nicht in der Marina Hurghada, sondern etwas außerhalb genau in der Höhe des Tauchcenters von Seawolf.
Und dann war nur noch Zeit, etwas zu essen, nicht aber um die Stadt ein wenig anzuschauen.

Auf dem Flughafen, wo wir dann mind. 3 Stunden freie Zeit totschlagen mussten, trafen wir uns aber alle noch einmal, naja bis auf die 2 VDSTler, die sich auch während der Safari nicht gruppenfähig zeigten. Wir hatten dann noch mal viel Spaß und die Zeit verflog viel zu schnell.

Mit 80 Minuten Verspätung ging es dann los, eingepfercht in die Condorsitzreihen bei 28-29° Innentemperatur. Ein sehr erholsamer Flug. Die glauben wahrscheinlich selber den Sch…., den die in ihrem Werbevideo verbreiten. Gute Leistung und Service sieht anders aus.

Fazit der Reise: Wundervolle Tauchspots auf einem sehr guten Schiff, welches aber leider bei starkem Seegang in den Kabinen extrem nach Fäkalien stank und auf dem es zu wenig Handtücher bzw. keinen Bademantel gab. Empfehlenswert ? Ja, dennoch absolut !

Hier das Video von der Tour:

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